Der große Webinar Software Vergleich für mittelständische Unternehmen

Die Top 3 der Videokonferenzdienste für Webinare
  • Der Autor
  • Robin Apel, Geschäftsführer
  • PF Performance Medien GmbH

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Inhaltsverzeichnis

Die aktuellen Ausgangssperren und Kontaktverbote zwingen selbst die konservativsten Digitalisierungsgegner unter den Unternehmern in die Knie. Online-Meetings oder gar keine Meetings, so simpel ist die Lage.

Doch auch, wenn inzwischen schon einige Wochen des Ausprobierens vergangen sind: Noch immer können die wenigsten Unternehmen sich damit brüsten, das optimale Tool für Ihre Online-Meetings gefunden zu haben.
Viele Anwendungen sind in der Praxis einfach zu kompliziert, zu teuer, zu unzuverlässig.

Unser Webinar Software Vergleich stellt Ihnen die Top 3 der besten Videokonferenzdienste für mittelständische Unternehmen vor und hilft Ihnen die beste Entscheidung für Ihr Unternehmen zu treffen.

Platz 3: der komplexe Klassiker – Microsoft Teams

Über Microsoft Teams können Anwender chatten, organisieren, Notizen und Anhänge teilen und natürlich Videokonferenzen abhalten. Die Software existiert erst seit rund drei Jahren auf dem Markt, hat sich aber unter anderem wegen der engen Verknüpfung von Windows und Office schnell in Unternehmen, Universitäten und jetzt auch bei all denjenigen etabliert, die im Corona-Homeoffice arbeiten.

Nicht ohne Grund, denn Microsoft Teams bietet einige angenehme Features, die das konferieren aus dem Wohnzimmer heraus erheblich erleichtern. So kann jeder, der eine Konferenz startet, vorab in aller Ruhe wichtige Details konfigurieren, um so die Professionalität der Besprechung sicherzustellen. Hierzu gehört auch, dass Teilnehmer überprüfen können, ob das Mikrofon und die Kamera aktiviert sind und ordnungsgemäß funktionieren, bevor sie eine Besprechung betreten. Durch diese „präventiven“ Maßnahmen werden technische Schwierigkeiten und Kommunikationsprobleme schon ausgehebelt, bevor sie auftreten.

Webinar Software Vergleich. Platz 3: Microsoft Teams
Der Start-Screen von Microsoft Teams kurz vor dem Meeting in der Browseransicht. Sicht- und hörbar ist der Teilnehmer erst, wenn er der Konferenz durch einen Klick auf den Button teilnimmt.

In der Konferenz selber, können Teilnehmer ihren Bildschirm mit anderen Teilnehmern teilen, sodass alle in der Besprechung Anwesenden den gleichen Bildschirm sehen. Das ist besonders dann von Vorteil, wenn Präsentationen oder Live-Demos gehalten werden. Auch die Verbindung ist in der Regel überzeugend.

Allerdings ist Microsoft Teams nicht ganz so übersichtlich und kompakt wie andere Lösungen. Anwender sollten sich vor der ersten Nutzung daher definitiv mit der Software vertraut machen, um Fauxpas zu vermeiden. Ein weiteres Manko: Wer alle Funktionen nutzen möchte, benötigt ein Microsoft-Konto. Gäste können mit einem kostenlosen Account und eingeschränktem Funktionsumfang zu externen Besprechungen eingeladen werden. Die maximale Anzahl von Nutzern ist außer für Premium-Abonnenten (10,50 Euro pro Monat) auf 300 Nutzer beschränkt.

Platz 2: das Komplettpaket – Hangouts Meet

Eine Alternative zu Microsoft Teams ist Hangouts Meet von Google. Ein Disclaimer und der erste Nachteil vorab: Wer bei Hangouts Meet selber ein Meeting ansetzen möchte, der benötigt ein sogenanntes G Suite Konto. Dieses G Suite Konto hieß früher Google Apps for Work und ist eine kostenpflichtige Lösung, die eine ganze Reihe von Apps, u. a. Gmail, Google Kontakte, Google Kalender etc. umfasst. Die G Suite Konten gibt es ab 4,68 Euro pro Monat und je nach Lizenz können bis zu 250 Teilnehmer an einer Konferenz teilnehmen (siehe „G Suite Enterprise“, 23 Euro pro Monat). Nutzer, die „nur“ ein Standard-Google-Konto haben oder gar externe Personen, können wie bei Microsoft Teams nur nach Aufforderung und mit dem entsprechenden Link an den Besprechungen anderer teilnehmen.

Webinar Software Vergleich. Platz 2: Hangouts Meet
Der Check-In Screen bei Googles Hangouts Meet. Übersichtlich und Clean. Meetings können aber nur User mit den entsprechenden Lizenzen erstellen. (Quelle: Google.)

Die Einrichtung eines Nutzerkontos kann aber durchaus lohnenswert sein. Besonders mittelständische Unternehmen, die regelmäßig auf internationaler Ebene agieren, profitieren von den integrierten Google Diensten. So erzeugt die Spracherkennungstechnologie bei Hangouts Meet während des Calls Untertitel in Echtzeit und erleichtert die Kommunikation mit ausländischen Vertriebspartnern deutlich. Und während Microsoft Teams oft für sein unübersichtliches Frontend kritisiert wird, glänzt Hangouts Meet mit einer einfachen Benutzeroberfläche und intuitivem Design.

Ein letzter wichtiger Hinweis: Wer Hangouts Meet aus dem Homeoffice heraus nutzt, tut gut daran, für einen professionellen und aufgeräumten Hintergrund zu sorgen. Anders als bei unserem nächsten Tool lässt sich der Hintergrund hier weder weichzeichnen, noch austauschen.

Platz 1: der unkomplizierte Allrounder – Zoom Meeting

Unser Platz 1 im Webinar Software Vergleich ist Zoom Meeting. Im Rahmen der Corona Krise ist diese Software fast schon zum Synonym für Videokonferenzen geworden. Das liegt sicherlich nicht zuletzt daran, dass sich die Anwendung sehr einfach bedienen lässt. Nach einer kurzen Einführung können selbst technisch weniger versierte Anwender Zoom Meeting ohne große Probleme nutzen. Das ist insbesondere für Unternehmen von Vorteil, deren Mitarbeiter bislang wenig Kontakt mit digitalen Konferenztools hatten.

Bei Zoom braucht, ähnlich wie bei Hangouts Meet, nur der Gastgeber ein Zoom-Konto. Alle anderen Teilnehmenden können per Link eingeladen werden. Jeder, der entweder den entsprechenden Link oder die Meeting-ID besitzt, kann an dem dazugehörigen Meeting teilnehmen. In der Free-Version sind die Anrufe auf eine Länge von bis zu 40 Minuten beschränkt, danach werden Sie automatisch beendet. Je nach Tarif können Videokonferenzen mit bis zu 1000 Teilnehmern veranstaltet werden.

Ein weiterer Pluspunkt: Die breite Palette an Funktionen, die die Videocalls zusätzlich vereinfachen. So besteht beispielsweise neben der HD-Sprach- und Videowiedergabe, die Möglichkeit, Dateien zu versenden, ein digitales Whiteboard zu nutzen, Gespräche per Kalendertermin zu planen und den Bildschirm zu teilen.